Wangari, Camina & Pesto


Anfang August 2013 mussten wir den langjährigen Partner von Wangari (Camaro) völlig unerwartet einschläfern lassen.
Wangari vermisste ihn so sehr, dass sie ständig miaute und traurig in der Wohnung herumschlich.


Bild: Wangari und Camaro

Schnell wurde uns klar, dass hier wieder ein Gspänli gebraucht wurde. Weil schon Wangari und Camaro Katzen vom Katzenhof waren, besuchten wir die Homepage und waren überrascht wie viele Jungkatzen wieder bei Frau Kern waren und ein neues Zuhause suchten. Bei unserem Besuch hat uns Frau Kern geraten zwei kleine Katzen zu uns zu nehmen. Zunächst waren wir nicht so begeistert und wir mussten etwas darüber schlafen.
Wir erkannten das Problem, dass es nicht einfach war ein passendes Gspänli zu einer 9 Jährigen Katze zu finden. Ausserdem waren die kleinen Katzen so süss und verspielt und da haben wir uns entschlossen es mit zwei zusätzlichen Büsis zu wagen.
Frau Kern riet uns ein Katzenzimmer mit Gittertüre einzurichten, damit sich die Katzen aneinander gewöhnen können. Was wir dann auch gemacht haben. Bei so einem Gewuschel von Jungkatzen war es gar nicht so einfach zwei auszuwählen. Etwas war jedoch klar wir brauchten die Tiere so schnell wie möglich. Und ein Pärli wollten wir auch wieder. So haben wir Ende August Camina und Pesto zu uns geholt.


Pesto, wieder ein roter Kater, hat sich sofort bei uns zu Hause gefühlt
und war von Anfang an neugierig und zutraulich.



Camina eine weiss-schwarze Katze war ganz verängstigt und scheu.
Nur zum fressen hatte sie die Kratzbaumhöhle verlassen.

Am zweiten Tag, als sich das Verhalten von Camina noch nicht verändert hatte und sie auch von Pesto nichts wissen wollte, hatten wir schon Angst, die falsche Wahl getroffen zu haben. Es gab noch etwas, dass wir noch nicht ausprobiert hatten, wir lockten das kleine Weibchen mit einem Spielzeug aus der Kratzbaumhöhle.

Endlich war das Eis gebrochen und die beiden kleinen Katzen spielten zusammen. Auch die grosse wagte sich hin und wieder vor das Gitter und beobachtete die Kleinen. Falls aber eines davon zu nah ans Gitter kam wurde heftig gefaucht und geknurrt.


Bild: Blick aus dem Katzenzimmer

Von Tag zu Tag wurde es schwieriger die Katzen in ihrem Zimmer zu behalten. So neugierig und lebendig wie sie waren, versuchten sie ständig an der Gittertüre vorbei in die Wohnung zu gelangen.
Schon bald öffneten wir die Türe wenn wir zu Hause waren aber Nachts kamen die Kleinen in ihr Zimmer und die Grosse hatte die Wohnung noch für sich alleine. Sie hatte die Kleinen zwar immer wieder angefaucht aber das Miauen und Klagen hatte bereits am ersten Tag aufgehört.


Bild: Camina und Pesto erkunden die Wohnung

Gefüttert hatten wir anfangs auch noch getrennt, weil die Kleinen ja noch Babyfutter bekamen. Sie waren ja erst etwa vier Monate alt.
Irgendwann hat die Grosse nicht mehr richtig gefressen und ist immer zu den Kleinen ins Zimmer um zu schauen, was die so zu Fressen bekommen. Wir haben dann versucht alle drei zusammen zu füttern um dem Futterneid entgegen zu steuern. Das war eine optimale Lösung. Die Drei hatten so engen Kontakt beim Fressen und somit kam auch die Akzeptanz zwischen der Grossen und den beiden Kleinen.



Nach rund 14 Tagen wagten wir es die Gittertüre auch Nachts und wenn wir bei der Arbeit waren offen zu lassen. Die beiden Weibchen brauchten am längsten um sich zu akzeptieren. Der Kater wickelte schon bald alle um den kleinen Finger.



Heute kurz vor Weihnachten sind die drei ein eingespieltes Team. Wangari hat sich durch die kleinen Racker stark verändert. Sie ist um einiges zutraulicher gegenüber Besuchern geworden. Wenn die Kleinen zu heftig streiten geht sie dazwischen und faucht.

Pesto ist sehr verschmust und sucht viel den Kontakt zu uns Menschen. Er ist ein Schnellfresser und frisst, nachdem sein Napf leer ist, zuerst bei Camina mit und dann erst bei Wangari. Er ist auch recht tollpatschig und bequem. Am liebsten würde er jeden Abend mit uns in unser Bett gehen. Das Schlafzimmer ist aber für alle Katzen tabu. Aber er muss trotzdem jeden Abend aufs Neue darauf hingewiesen werden, dass er nicht mit in das Schlafzimmer darf.



Camina ist etwas weniger verschmust sucht aber auch den Kontakt zu uns. Sie hat scharfe Krallen und setzt sie immer wieder an den Oberschenkeln von uns ein.
Sie ist die frechste von allen und klaut gerne Essensreste. Oder schleckt schmutziges Geschirr und Pfannen ab. Nichts Essbares ist vor ihr sicher. Auch Blumen und Pflanzen frisst sie.


Bild: Camina hat sich in unserer Brotaufbewahrungsbox versteckt.

Wir sind sehr froh auf den Tipp von Frau Kern gehört zu haben und können uns das Leben ohne unsere Katzenfamilie nicht mehr vorstellen.
Wir glauben, dass wir den drei Katzen ein gutes Zuhause bieten können.










Copyright Anita & Thomas Haug Dezember 2013